Touch me auf der IFA - Teil 1

Es war mein erstes Mal auf der IFA. Nun betrat ich die heiligen Messehallen der größten Funkausstellung weltweit am Südeingang. In den ersten Hallen lachten mich im Bereich IFA Home Aplliances Spül- und Waschmaschinen neben einigen Staubsauegern an. Unter anderem dabei: Die FC Bayern München Staubsauger-Kollektion von Siemens. Da ich dachte, das Heim von Uli Hoeneß sah auch vor Erfindung dieser Innovation sauber genug aus, habe ich es links liegen lassen, um mich dem Home Entertainment zuzuwenden. Es gibt einige Trends, die derzeit Fahrt aufnehmen - heute will ich mich sensiblen Berührungen widmen.

Die Rede ist von Bildschirmen und Displays mit Touchscreen. Auf dem Handy bzw. Smartphone hat dieser Trend bereits den Massenmarkt erreicht; auch Navigationsgeräte warten seit einiger Zeit damit auf. Mit anderen Worten: Es ist nicht neu, aber es wird perfektioniert, immer mehr Smartphones verfügen über Touchscreens und weitere Endgeräte werden damit ausgestattet. Dabei gibt es allerdings deutliche Unterschiede in der Berührungsempfindlichkeit und der Reaktionszeit der Geräte. Während das iPhone, die HTCs oder das Blackberry Storm mit sehr schnellen Reaktionszeiten zu überzeugen wissen und darüber hinaus zum Beispiel beim Schreiben von SMS  auch mit weniger geschmeidigen Berührungen (#Wurstfinger) kaum Fehler zur Folge haben, muss man bei LG oder Samsung einige Geduld aufbringen.

Touchscreens für Laptops oder PCs aber wurden bisher eher im professionellen Umfeld eingesetzt. Auch hier geht der Trend dazu, für private Anwender entsprechende Lösungen zu entwickeln. Zudem wird das ganze ausgeweitet auf Fernseher. Dies hat mit einem weiteren Trend zu tun, der auf der IFA zu beobachten war: Internet und Fernsehen verbinden sich - im wahrsten Sinne des Wortes. Internetfähige Fernseher geben jedem Nutzer die Möglichkeit, auf Terabytes an Videomaterial zurückgreifen zu können. Denn nur im Handumdrehen ist man auf YouTube und kann sich so auf dem heimischen Bildschirm YouTube ins Wohnzimmer holen.

Um noch einmal auf Smartphones zurückzukommen: Bei Acer konnte man in einer Vitrine bereits die erste Generation  von Smartphones des PC-Herstellers betrachten. Nachdem man mit Laptops in den vergangenen Jahren einen veritablen Marktanteil erobern konnte, wird es nun spannend zu beobachten sein, wie sich Acer auf dem Markt für Smartphones schlagen wird. Sollten sie an die Erfolge mit Laptops anknüpfen können, sollte sich Nokia bereits warm anziehen, denn durch dieses Segment verloren die Skandinavier in den vergangenen Monaten erhebliche Marktanteile, der Abwärtstrend könnte sich noch beschleunigen.

In den nächsten Teilen werde ich dann davon berichten, warum schlanke Fernseher und Netbooks immer eine gute Figur machen, kleine Camcorder und Kameras mit Technik brillieren und der Trend eindeutig dahingeht, blau zu werden.