Google Goggles für Marketing und PR
Zum Wochenbeginn wartete Google mal wieder mit einem neuen Produkt auf: Google Goggles. Es ist ausgelegt für Smartphones mit dem Betriebssystem Android und ermöglicht die Suche anhand eines Fotos. Man knipst also einfach ein Foto, Google Goggles erkennt die Inhalte und zeigt anschließend dazugehörige Suchergebnisse. In meiner Twitter-Timeline berichtete Robert Basic von seinen Tests: Ob Visitenkarte, CD-Cover oder vieles mehr, Google Goggles zeigt auch bei verschwommenen Bildern passende Suchergebnisse dazu an.
Eine wichtige Frage für uns Kommunikatoren ist die nach den Einsatzmöglichkeiten. Und an dieser Stelle wird es wirklich spannend, denn für PR wie Marketing ergeben sich unzählige Möglichkeiten. Vor allem im Zusammenspiel mit Suchmaschinenmarketing - also der Steigerung der Sichtbarkeit von Inhalten im Netz bei Suchanfragen.
Nehmen wir beispielsweise Werbung an Litfaßsäulen oder Bushaltestellen. Dabei wird in der Regel auf die visuelle Wirkung gesetzt, der Informationsgehalt ist begrenzt. Mit Android-Handys und Google Goggles besteht nun die Möglichkeit, die Reklame zu forografieren und daraufhin die Kampagnen- oder Produktseite angezeigt zu bekommen, um so ausführlichere Informationen zu erhalten. Das gleiche gilt übrigens für Restaurants oder Geschäfte. Bekleidungsunternehmen wie H&M könnten beispielsweise an ihrer Fassade bestimmte Visuals anbringen, die Google Goggles erfasst und zu einer Rabattseite führen, die sofort im Shop eingelöst werden können.
Auch im Zusammenspiel mit dem so genannten Geo-Caching bieten sich Möglichkeiten. Immer mehr Handys oder Smartphones verfügen über eingebautes GPS zur Bestimmung des Standortes bzw. zur Navigation. In einzelnen Städten oder gar deutschlandweit sind so Schnitzeljagden denkbar, die die Online- mit der Offline-Welt verbindet. Fotografiert man beispielsweise in Düsseldorf-Bilk ein bestimmtes Plakat, wird auf einer extra erstellten Homepage ein weiterer Hinweis oder ein Rätsel gestellt, das zum nächsten Standort führt.
Google Goggles verdeutlicht für Kommunikatoren noch einmal eines sehr stark: Die Auffindbarkeit in Suchmaschinen muss sukzessive und fortlaufend optimiert werden. Denn fotografiert ein Nutzer eine Kamera oder ein beliebiges anderes Produkt, die er überlegt zu kaufen, und findet bei der Suche zunächst einmal nur negative Bewertungen, wird er von einem Kauf Abstand nehmen. Vor dem Hintergrund, dass das Internet als Informationsmedium vor Kaufentscheidungen zunehmend an Bedeutung gewinnt, ist es maßgeblich für den Erfolg eines Unternehmens, seine Online-Auftritte mit Homepages sowie Kampagnen- und Micro-Sites für Suchmaschinen optimal auffindbar zu gestalten.
Mehr zu Google Goggles:
Google Goggles im Test


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